Blitzschutzanlagen

Ein wichtiger Schutz eines Gebäudes bietet die Blitzschutzanlage. Die primäre Schutzfunktion besteht aus dem Vorbeiführen der elektrischen Ladung auf einem definierten Blitzstrompfad um das zu schützenden Objekt. Die vier Elemente Fangleitung, Ableitung, Erdung und inneren Blitzschutz bilden die Grundpfeiler.

Blitzschutzanlage schütz Ihr Objekt

Die Fangleitung wird auf dem Dach z.B. aus 6 mm dicken Kupferdraht verlergt und basiert auf dem Prinzip des Faraday-Käfigs. Bei der Ableitung werden leitungsfähige Gebäudeteile wie  z. B. Dachrinnen, Ablaufrohre, Metallgeländer oder Metallfassaden mit einbezogen. Mit der Erdung wird die Blitzenergie in den Boden abgeleitet und so unschädlich gemacht. Unter dem Inneren Blitzschutz versteht man Erdung der Metallteile im Gebäudeinneren wie Wasserleitungen oder Heizungsrohre sowie der elektrischen Installation, auch Potentialausgleich genannt. Sinnvolle Ergänzung wie der Einbau eines Überspannungsschutz für empfindliche, elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer runden den Blitzschutz ab. Der Innere Blitzschutz wird durch ein Elektroinstallateur montiert.

Eines der ersten Blitzschutzanlagen installierte Benjamin Franklin 1752 an der Academy of Philadelphia und Pennsylvania State House. In Winterthur wurde 1787 an der Villa Lindengut, heutiges Heimatmuseum der Stadt, der erste Blitzableiter der Schweiz durch Benjamin Franklin installiert.